Nur eines sollte man vermeiden: ihn enttäuschen. Der
Ridgeback vergisst selten etwas. Noch Jahre nach einer interessanten Begebenheit beim
Spaziergang lief unsere erste Hündin immer zu einer Stelle im Straßengraben, an der vor einer
Ewigkeit mal ein Hase gesessen hat – diese Information hat sie auch noch an ihre Nachfolgerin
weitergegeben, obwohl sich der Hase dort nie wieder blicken ließ. Erst bei unserer dritten
Hündin, Imara Themba, zwölf Jahre nach dieser denkwürdigen Begegnung ist die Stelle im
Graben aus der kollektiven Erinnerung gelöscht. Geschichten dieser Art kann jeder erzählen
aus dem Leben mit „seinem“ Ridgeback. Die spektakulärste war bei uns wohl die, als unser
Haus Feuer fing durch einen falsch verlegten Rauchabzug und unsere erste Hündin Asta mich
gewarnt hat, bevor irgendjemand den Schwelbrand bemerkt hat. Seitdem weiß ich: besser
man hört auf seinen Hund. Der Ridgeback hat – laut Legende – den sechsten Sinn, aber auch
wenn nicht, die anderen fünf sind auf jeden Fall beeindruckend genug.
Mit unserer Hündin Imara Themba haben wir 2013 einen ersten Wurf gewagt und wollten
auf jeden Fall eine Hündin behalten. Unsere Wahl fiel auf die Letztgeborene. Afra, so heißt
sie, hat sich zu einer prächtigen Hündin entwickelt. Eine Zeit lang gehörte noch Akim, ein
stattlicher, gelassener Rüde zu unserem Rudel. Nunmehr leben Imara Themba und Afra mit
uns im Mittelbrinker Forsthaus und haben sich zu einem wunderbaren Team entwickelt, das
einen überallhin begleiten kann. Was will man mehr.